Kontakt und zur Person

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München

YVONNE POUGET freischaffende Künstlerin, Choreografin, Tänzerin, Heilpraktikerin beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, Körperzentrierte Psychotherapie, Tanztherapeutin, Ausbildung in Brainspotting, Weiterbildung in Ego State Therapie, Traumzentrierte Hypnotherapie, Integrative Traumatherapie, Mitglied der DGT (Deutsche Gesellschaft für Tanztherapie e. V.).

Im Laufe ihrer international erfolgreichen künstlerischen Karriere verfolgte sie intensive Forschungen zu verschiedenen Bewegungssystemen und Möglichkeiten, sich nonverbal über den Körper auszudrücken und mit der Umwelt zu kommunizieren. Ihr gelingt es, persönliche Emotionen in universelle umzuwandeln, und dem Publikum so tiefe seelische Welten zu erschließen. Der Zuschauer wird dabei klar dazu aufgefordert, in sich selbst hineinzuschauen, um die eigene Menschlichkeit und den Respekt vor dem eigenen Sein wiederzuentdecken, mit allem was es bedeutet menschlich zu sein.

Seit Jahrzehnten beschäftigt Pouget sich mit dem Themenkreis sexueller Missbrauch, (komplexe) posttraumatischer Belastungsstörungen, Dissoziation, weiblichen Körperbildstörungen und der Weitergabe von Kriegstraumata an die nächsten Generationen.
Yvonne Pouget gilt heute zu Recht als Pionierin und Expertin für die künstlerische Bearbeitung und Umsetzung dieser anspruchsvollen Themen. Ihre Arbeiten zur Thematik „Trauma und Traumafolgestörung“, dargestellt in Ausdruck und Tanz, haben weltweit einen hervorragenden, einzigartigen Ruf.

Neben der künstlerischen Bearbeitung dieser Themen hat die im japanischen Butoh Tanz bei Ko Murobushi und Charlotta Ikeda ausgebildete Künstlerin FASCIAL FLOW als einen körperorientierter Ansatz zur Behandlung (komplexer) Traumafolgestörungen entwickelt.
Mit der Methode auf der Struktur der Faszien unter Integration des Nervensystems können Stress- und traumbasierten Erkrankungen, psychosomatische Erkrankungen, anhaltenden Schmerzstörungen, und Erschöpfungs- und Erstarrungsphänomene unklarer Genese erfolgreich behandelt werden. Ein Schwerpunkt Pouget´s eigenen Forschungen und Arbeitsansätze liegen auf sprachtherapeutisch schwer zugänglichen Phänomenen somatischer Dissoziation, “Emotional Freezing”, frühkindliche Traumata und Bindungsstörungen. Sie ist Pionierin in der Erforschung und Behandlung der Symptome der mit dem neuen ICD-11 eingeführten Dissoziativen Neurologischen Symptomstörung.

Identità – Pellegrinaggio all‘ amore
Identität – Wallfahrt für die Liebe.
Die poetische Übersetzung der ursprünglichen Bedeutung einer Pizzica Tarantella.
Eine Auseinandersetzung mit der Weitergabe von Kriegstraumata an die nächsten Generationen in Form eines rituellen Theaterlabors.
Ein Tanztheater von Yvonne Pouget.
Mit: Pino de Vittorio
Aufzeichnung der Premiere: 29. Oktober 2009

Für ihre Produktion „Identità – Pellegrinaggio all ́amore“ konnte Yvonne Pouget eine er- lesene Besetzung aus international renommierten Künstlern unterschiedlicher Sparten gewinnen. Gemeinsam mit der Bildhauerin Hélène Yousse (Spanien), dem Sänger und Schauspieler Pino De Vittorio (Italien), dem Chitarra-Battente-Virtuosen Marcello Vitale (Italien), der Tänzerin Katharina Neuweg und dem Tänzer Damien Liger entführt sie ihr Publikum in eine berauschende Welt der Sinnlichkeit. In eine tiefgründig-geheimnisvolle Theaterwelt in der die Seele Süditaliens atmet, in der logisches Verstehen überflüssig ist, wo der Klang zur Gebärde und die Aufführung zu einem Raum wird, in den das Publikum eintritt und spürt.
Inhaltlich setzte Pouget dabei die Erforschung ihrer zwei Hauptthemen fort: Die Möglichkeit eines erfüllten (Über)Lebens unter den erschwerten Bedingungen von Gewalterfahrung, Trauma und Tod.
Grundlage von „Identità – Pellegrinaggio all’ amore“ ist das komplexe Thema der Weitergabe von Kriegstraumata an die nächsten Generationen. Zur Umsetzung für ihr „rituelles Theaterlabor zur methaphysischen Wunscherfüllung und Reinigung“ wählt die Choreographin die ursprüngliche Bedeutung einer Pizzica Tarantella, die sie von einem individuellen Schicksal auf eine ganze Generation ausweitet.
Als allegorische Personifizierung einer kriegstraumatisierten Seele, erschafft Pouget als Ausgangs- punkt ihrer Inszenierung die Figur der ‚Fanciulla’ – die „Tarantata“ der Wallfahrt für die Liebe. Pouget versteht die ‚Fanciulla’ als „methaphysische Stellvertreterin“ der kriegsgeschädigten Menschen in der Generation ihrer Großeltern und Eltern. In dieser Stellvertreterin verdichtet Pouget die lebenslange Sprachlosigkeit und das Abspalten-müssen einer verstummten Generation.

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