Körperorientierte Psychotherapie FASCIAL FLOW

FASCIAL FLOW – ein körperorientierter Ansatz zur Behandlung (komplexer) Traumafolgestörungen

Fascial Flow wurde von Yvonne Pouget entwickelt und ist eine neue Methode die an den aktuellen Forschungsstand anknüpft, auf der Struktur der Faszien unter Integration des Nervensystems ansetzt, den gesamten Organismus und das gesamte Gehirn anspricht.

Die Module von Fascial Flow sind:
Fascial FLow Training (Gruppe) – Fascial Flow Einzel – Elektroakupunktur (in Zusammenarbeit mit Akupunkteuren)

Die Module sind einzeln wirksam, und ergeben in der Summe eine eigenständige neue Therapieform.
Die Methode nutzt die Struktur der Faszien als Körperressource, da Faszien sich lebenslang regenerieren können.
Ebenso wie sich das Gehirn durch das Phänomen der Neuroplastizität und der Neurogenese, also die Fähigkeit, zeit seines Lebens neue Nervenverbindungen und neue Zellen zu bilden, nicht nur immer wieder reorganisieren, sondern auch von Grund auf erneuern kann.

Der ganzheitliche Ansatz berücksichtig den Entwicklungsstand des Individuums zum Zeitpunkt einer / anhaltender Traumatisierung und nutzt den Körper als Ressource. Er kombiniert sprachliche Inhalte mit Co-Regulation (Polyvagaltheorie Stephen Porgens), direkte Hirnstammkommunikation, Spiegelneuronen und direkte systemische (körperliche) Übertragung.

Mit der Methode Fascial Flow ist u.a. ein Umlernen der veränderten Reizverarbeitung bei Traumafolgestörungen möglich ( Stichwort kutaner Rezeptor PIEZO – darüber wird bei bei FASCIAL TOUCH von der Haut in die Tiefe gesendet, für die Entdeckung dieser Sensoren für Berührung wurde 2021 der Nobelpreis für Medizin vergeben). Mit Fascial Flow können Stress- und traumbasierten Erkrankungen, chronischen Schmerz, Erstarrungsphänomene unklarer Genese, “Emotional Freezing”, Dissoziation, und Dissoziative Störungen positiv beeinflusst und aufgelöst werden. Der Ansatz hilft zur Stabilisierung des Nervensystems, zur Vorbereitung auf notwendige operative Eingriffe und bei der Auflösung von OP Stress (Shutdown Disharge), das gilt auch für Operationen, die auch schon (sehr) lange zurückliegen.
Yvonne Pouget ist Pionierin in der Erforschung der Symptompalette der mit dem neuen ICD-11 eingeführten Dissoziativen Neurologischen Symptomstörung und den Möglichkeiten der Behandlung.

Yvonne Pouget engagiert sich schon seit vielen Jahren mit Vorträgen und Fachtagen, um etwas ihrer Vision und ihres umfangreichen und einzigartigen Wissen über Entstehung, und Behandlung von Traumafolgestörungen über den Körper an die Fachwelt weiterzugeben. Eine kleine Auswahl der letzten Jahre:

2016 Einladung vom Vorstand der „Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie“ (DeGPT), um als Expertin in der damals gegründete Arbeitsgruppe für „Körperorientierte Verfahren in der Traumatherapie“ der DeGPT mitzuwirken. 2016 gestaltete Pouget als Dozentin gerne alle Treffen der Arbeitsgruppe mit.

Präsentation der Methode Fascial Flow und deren neurobiologischen Hintergründe für den Münchner AK für Rituelle Gewalt.

Weiterbildungstag für die PhysiotherapeutInnen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)

Weiterbildungstag für dem Frauennotruf München

Dozentin beim Symposium „Akupunktur in der Psychiatrie“ der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikum der Universität München, LMU München und der DÄGfA, November 2021, Vortrag Fascial Flow – ein körperorientierter Ansatz zur Behandlung (komplexer) Traumafolgestörungen.

Das Gehirn – Zwei Hirnhemisphären – Persönlichkeitserleben – etwas das nicht so bekannt ist, und in Yvonne Pouget´s Draufsicht essentiell:

“Wir Menschen sind Säugetiere, und kommen anders als sog. Nestflüchter unfertig, nicht alleine überlebensfähig auf die Welt. Unser Organismus, Gehirn, Nervensystem muss sich erst noch viele jahrelang entwickeln, bis wir alleine und unabhängig für uns sorgen, uns überhaupt alleine am Leben erhalten können. Nun wachsen wir alle eben nicht unter den identischen Lebens- und Umweltbedingungen auf, dadurch können wir auch gar nicht ein identisches Gehirn haben. Gehirn, Nervensystem, der gesamte Organismus, die Kommunikationspfade zwischen Körper und Gehirn adaptieren an die Lebensumstände, unter denen wir aufwachsen. Jeder Mensch lebt also mit einem (sehr) individuell adaptierten Gehirn, davon abgesehen gilt, wir haben gar nicht ein Gehirn, sondern wir besitzen zwei Gehirnhälften, die wie man von den Split Brain Untersuchungen weiß, auch noch autark arbeiten können (Roger Sperry erhielt 1981 den Nobelpreis für Medizin für seine Split Brain Untersuchungen in den 1960zigern).
Die beiden Hirnhemisphären sind nicht identisch. Jede Hirnhälfte hat einen eigenen, individuell adaptierten Hippocampus und Amygdala, und nur eine Hirnhemisphäre- in aller Regel die Linke-hat ein Sprachszentrum, kann also sprechen. Hirnhemisphären können sehr individuell zusammenwirken und das Persönlichkeitserleben beeinflussen. Die linke Hirnhemisphäre und die rechte Hirnhemisphäre können- nicht nur bei Split Brain Patienten- zwei Bewusstseine haben, wobei eben nur das linke Hirn sprechen kann, das rechte Hirn ist stumm.
Mich hat in diesem Zusammenhang mit Hirnhemisphären der Austausch mit Fredric Schiffer, seine Überlegungen und Forschungen sehr in meinen eigenen Forschungen und Theorien bestärkt, auch das ich unveröffentlichte Studien von ihm einsehen durfte war eine große Hilfe und wertvolle Bestätigung für mich.” (Yvonne Pouget)

Fredric Schiffer, Professor für Psychiatrie an der Harvard Medical School, USA forscht seit sehr langem an der Rolle unserer linken oder rechte Hirnhemisphäre bei der Festlegung der Persönlichkeit und der Manifestation und Verschlimmerung psychischer Probleme, aufgrund von Kindheitstraumata; am Zusammenwirken der Hirnhemisphären und Persönlichkeitserleben. Seine bekanntesten Forschungen beziehen sich auf die emotionalen Beeinflussung des Gehirns durch lateralisierenden Brillen. Hierzu benutzt er spezielle Brillen, die den optischen Zugang der Augen auf jeweils eine Gehirnhälfte beschränken. David Grant entwickelte auf u.a. Basis seiner Studien daraus (One Eyed) Brainspotting.
(Eine Studie mit laterarilsierenden Brillen ist hier verlinkt: https://akademie-traumatherapie.de/wp-content/uploads/2016/09/Paper-Frederic-Schiffer.pdf )

Ein persönlicher Kommentar von Fredric Schiffer über Yvonne Pouget´s Forschungen und Fascial FLow in den Anfangsjahren:

“ I think the work you are doing is amazing. Unfortunately, it may not lend itself to something that can be sold to the medical community. One factor is that you are a very special ingredient and your skill and competence cannot be transferred to very many others. Also the procedure cannot be easily marketed because of the time required and the touching aspect. It is easier to dispense pills or have a yoga class with 30 people. Still, you will probably build an exciting reputation and clinical practice even without acceptance by the wider therapeutic community.“

Publications:
Schiffer F. Of two minds: the revolutionary science of dual-brain psychology. New York: The Free Press, 1998.

Stellvertretendes Statement einer Überlebenden mit der Diagnose komplexer PTBS zu Fascial Flow:

Es beeindruckt mich immer wieder zutiefst welche wundersame Fähigkeiten Du in Dir trägst und es den Menschen weiterschenkst! Ganz, ganz herzlichen Dank!!!”

“Mein ganzer Körper fühlt sich an wie “beseelt “(Nicht nur begrenzt auf mein Herz-raum). Es ist eine beglückende Erfahrung, die sehr in die Tiefe geht und nur schwer zu beschreiben ist….. Ein Gefühl von Friede, von Gelassenheit, ja, auch etwas von befreit sein…..
So ist es wohl nicht verwunderlich, dass ich mir von Herzen wünsche, dass es so bleiben möge – “auf immer und ewig”!

Fortbildungen Fascial Flow Training mit Yvonne Pouget, Statements von Psychotherapeuten:

„Ich habe im September nach meinem Weiterbild bei dir angefangen in meinem Flüchtlingsquartier für unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge diese Art der Körperarbeit anzubieten. Was soll ich sagen, es ist als ob ihr Körper aufwachen dürfen, sich wieder spüren dürfen, sie lieben die Übungen und alles was dazugehört.Ich danke dir so unglaublich für diese Weiterbildung, wenn ich es irgendwie schaffe, würde ich gerne wieder teilnehmen”. (Systematische Psychotherapeutin aus Osterreich)

“Ich möchte dir rückmelden, dass ich noch nie ein Seminar erlebt habe, welches Kunsterlebnis, Medizin, Körperarbeit, Gruppendynamik und Selbstreflexion gleichzeitig ermöglicht hat. Vielen Dank dafür.” (Psychotherapeut und Traumatherapeut, Graz, Österreich)

“Ich finde, das was du machst, macht total Sinn und bin fasziniert von deinem neurologischen, psychologischen und anatomischen Hintergrundwissen. Dein Input hat mich total bestätigt in meinen Erfahrungen, die ich mit meinem Körper schon, ohne genau zu wissen, was es ist, gemacht habe (z.B. myofacial unwinding). Ich bin dadurch inspiriert, in meiner zukünftigen Arbeit als Psychotherapeutin den Körper mit einzubeziehen.” (angehende Psychotherapeutin)

“Danke, dass ich von dir lernen durfte und es würde mich freuen, wenn sich wieder mal eine Gelegenheit ergibt, mehr von deiner Arbeit mitzubekommen.
“Es war für mich im wahrsten Sinne des Wortes eine großer Selbsterfahrung! Lange habe ich bei der Vorstellungssrunde überlegt, ob ich meine Krebserkrankung überhaupt sagen soll. Und bis zum Schluss hatte ich keine Entscheidung getroffen und die Worte kamen einfach aus mich heraus. Ich war selber sehr erstaunt darüber. Das war schon mal die erste Erfahrung, dass das Thema, welches ich schon über viele Jahre hinweg schon 1000mal (ohne Tränen) besprochen habe, mich anscheinend doch noch sehr berührt und hier aus welchem Grund auch immer aufgebrochen ist. Ich habe mich von dir sehr gut aufgefangen gefühlt und bin dir für deine Sensibilität und liebevolle Zuwendung sehr dankbar. Es mir sehr gut getan. Alle Körperbewegungen haben mir den ganzen Tag ein Gefühl der Leichtigkeit und Liebe meines Körpers gegeben. Es war ein Tag, an welchem ich meinem Körper Aufmerksamkeit und Zuwendung geschenkt habe.”
(Systemische Psychotherapeutin in Ausbildung).

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